FAQ

Unsere Mitarbeiter erleben es jeden Tag: Das Persönliche Budget kann viele Fragen aufwerfen. Bereits bei der ersten Beschäftigung mit diesem komplexen Thema wie bei jeder weiteren, tiefergehenden Auseinandersetzung.

Es liegt uns am Herzen, das Persönliche Budget noch bekannter zu machen. Wir wollen informieren und aufklären und mögliche Sorgen abbauen. Daher haben wir hier eine Auswahl der am häufigsten in diesem Zusammenhang gestellten Fragen gesammelt.

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Die häufigsten Fragen zum Persönlichen Budget

Welche Vorteile bringt mir das Persönliche Budget?
Das Persönliche Budget steht für ein neues Lebensgefühl, denn es ermöglicht Ihnen ein weitgehend eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben. Da Sie es mitgestalten, ist es passgenau auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten. Sie planen eigenständig Ihren Tagesablauf und lassen sich von Assistenzkräften begleiten, die Sie eingestellt haben und deren Dienstplan sich nach Ihrem Lebensrhythmus richtet. Sie sind als Budgetnehmer also nicht mehr von der Planung anderer abhängig. Vielmehr sind Sie der Arbeitgeber Ihrer Assistenzkräfte.
Lohnt sich das Persönliche Budget für mich überhaupt?
Unserer Erfahrung nach lohnt sich das Persönliche Budget insbesondere, wenn Sie einen hohen Assistenz- und/oder Pflegebedarf haben. Mit Ihrer Persönlichen Assistenz können Sie zum Beispiel ein Leben in den eigenen vier Wänden verwirklichen und sind nicht gezwungen, in einem Pflegeheim zu leben.
Spielt der Grad meiner Behinderung eine Rolle?
Jeder Mensch mit Behinderung und sogar jeder von einer Behinderung bedrohte Mensch kann laut Sozialgesetzbuch das Persönliche Budget beantragen. Der festgestellte Grad einer Behinderung entscheidet also nicht über den Erhalt des Persönlichen Budgets.
Mein Kind ist behindert - Ist das Persönliche Budget auch für Minderjährige geeignet?
Ja. Das Persönliche Budget ist altersunabhängig. In diesem Fall übernehmen Sie als Eltern die Aufgabe, den Antrag zu stellen und das Persönliche Budget zu verwalten. Sie können auch eine Budgetassistenz mit diesen Aufgaben beauftragen, um sich zu entlasten.
Wie beantrage ich das Persönliche Budget?
Den Antrag zum Persönlichen Budget stellen Sie bei den Ansprechpartnern der Kosten- und Leistungsträger. Das sind z.B. Kranken- und Pflegekassen, Rentenversicherungskassen, Landschaftsverbände, Städte, Unfallversicherungsträger, die Agentur für Arbeit etc.
Die Zuständigkeit ergibt sich aus der Leistungsart und den Umständen der Behinderung. Falls Sie bereits Sachleistungen erhalten, ist der Ansprechpartner in der Regel identisch.
Der schriftliche Antrag hat keine verbindliche Form. Bei der Antragsstellung kann Ihnen die Budgetassistenz von proroba behilflich sein.
Muss ich das Persönliche Budget selbst beantragen und verwalten können?
Nein. Von keinem Antragssteller kann gefordert werden, dass er in der Lage ist, das Persönliche Budget selbst zu verwalten. Das gilt auch für die Antragsstellung. Falls Sie aufgrund Ihrer Behinderung oder anderer Gründe dazu nicht in der Lage sind, kann ein gesetzlicher Vertreter diese Aufgaben übernehmen. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, mit einer unabhängigen Budgetassistenz wie z.B. proroba eine außenstehende Hilfe hinzuzuziehen. Diese begleitet und unterstützt Sie in einem gemeinsam festgelegten Rahmen, etwa bei der Antragsstellung und der Verwaltung. Wenn Sie das möchten, übernimmt die proroba assistant die Personalsuche in Abstimmung mit der proroba.
Wie läuft die Beratung durch proroba ab?
Wir besuchen Sie nach dem zumeist telefonischen Erstkontakt zu einem Erstgespräch in Ihrem häuslichen Umfeld. Auf diese Weise verschaffen wir uns einen Überblick über Ihre Pflege- und Versorgungssituation sowie den konkreten Hilfebedarf. Die Budgetassistenz kann Sie dauerhaft, über die Phase der Antragsstellung hinaus, begleiten.

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Was ist der Vorteil einer unabhängigen Budgetassistenz?
Eine unabhängige Budgetassistenz ist unparteiisch. Interessenskonflikte, wie sie bei der Beratung durch von Leistungsträgern abhängige Stellen leider entstehen könnten, sind hier ausgeschlossen.

Kostet mich Ihre Budgetassistenz etwas?
Nein. Das wäre eine Benachteiligung gegenüber den Empfängern von Sachleistungen. Die Kosten für eine notwendige Unterstützung werden über das Persönliche Budget von dem Leistungsträger abgerechnet. Es entstehen Ihnen als Antragssteller dadurch also keine persönlichen Kosten oder Einbußen.
Kann ich auch nach dem Antrag Unterstützung bekommen?
proroba steht auch nach der Antragsstellung an Ihrer Seite. Uns ist bewusst, dass die Aufgaben, die mit der Eigenverantwortung als Budgetnehmer und Arbeitgeber auf Sie zukommen, neu und ungewohnt sind. Es ist außerdem nicht jedem Menschen möglich, diese Aufgaben selbst zu übernehmen. Da wir auf eine jahrelange Erfahrung zurückblicken, können wir Sie optimal unterstützen. Bei der Personalsuche hilft auf Wunsch unsere Tochter, die proroba assistant. Wir, proroba, beraten Sie gerne bei Einstellungsgesprächen und erstellen mit Ihnen zusammen Dienstpläne.
Wie wird mein Bedarf ermittelt?
Das Persönliche Budget ist ein Geldbetrag, der Ihren Bedarf ausreichend decken muss. Dieser Bedarf orientiert sich an Ihrem individuellen Assistenz- und Hilfebedarf und wird im Rahmen der Bedarfsermittlung und der Budgetkonferenz geklärt. Dabei spielen Faktoren wie Ihr Wohnort und die dortigen Kostenverhältnisse mit hinein. In der Praxis gehen die Budgethöhen also entsprechend auseinander.
Wie wird das Persönliche Budget finanziert?
Das Persönliche Budget finanziert sich je nach Bedarf über einen oder mehrere Kostenträger. Das sind z.B. die Kranken- oder Pflegekasse, die Landschaftsverbände, die Agentur für Arbeit oder die Stadt.
Werden mein privates Einkommen und Vermögen angerechnet?
Konkret muss der Einzelfall darüber entscheiden. Eine Anrechnung von Einkommen und Vermögen kommt nach unseren Erfahrungen nur in seltenen Fällen vor.
Ist die Budgethöhe veränderbar?
Die Budgethöhe steht normalerweise zunächst für ein halbes Jahr fest. Bei persönlichen Veränderungen, die natürlich immer möglich sind, können Sie aber eine Erhöhung beantragen. Sollte die Budgethöhe trotz allem unzureichend sein, können Sie Widerspruch erheben. Dann kommt es zu einem neuen Bedarfsfeststellungsverfahren.
Wird das Persönliche Budget immer als Geldbetrag ausgezahlt?
Nein. In seltenen Fällen kann es auch in Form von Gutscheinen ausgezahlt werden.

Wie werde ich zum Arbeitgeber?
Mit dem Arbeitgebermodell im Persönlichen Budget melden Sie Ihren Haushalt als Betriebsstelle bei der Agentur für Arbeit an und erhalten dann eine Betriebsnummer. Ein Gewerbe müssen Sie nicht anmelden. Ihre Assistenzkräfte können Sie entsprechend der Budgetvorgaben frei aussuchen und einstellen. Bei diesen Vorgängen kann Sie auch eine Budgetassistenz unterstützen.
Wen kann und darf ich einstellen?
Was Sie benötigen, können Sie selbst am besten beurteilen: Zum einen indem Sie sich für die anfallenden Aufgaben entsprechend qualifizierte Kräfte holen, denen Sie vertrauen, zum anderen indem Sie bei möglicher Unzufriedenheit die Konsequenzen ziehen.
Schriftlich festgelegt ist die Qualitätssicherung in der gemeinsamen Zielvereinbarung. Sie wird zusammen mit Ihnen im Rahmen der Antragsstellung erarbeitet.
Muss ich meine Assistenzkräfte anmelden?
Ihre Persönlichen Assistenten melden Sie im Fall einer geringfügigen Beschäftigung bei der Minijobzentrale an. Bei einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis bei der Krankenkasse.
Was muss ich als Budgetnehmer leisten?
Sie werden sich als Budgetnehmer natürlich tiefgehend mit Ihrer eigenen Versorgungssituation auseinandersetzen. Dennoch soll die Verwaltung des Persönlichen Budgets für Sie möglichst unkompliziert sein. So kann es beispielsweise ausreichen, eine Erklärung über die zweckmäßige Verwendung der Mittel zu unterzeichnen. Konkret wird die Art der Nachweise in der Zielvereinbarung festgelegt.
Indem Sie eigene Assistenzkräfte einstellen, übernehmen Sie die Verantwortung als Arbeitgeber. Falls Sie sich das (noch) nicht zutrauen, kann Ihnen die Budgetassistenz weiterhelfen und Sie u.a. bei der Personalführung unterstützen.
Was ist, wenn mein Antrag abgelehnt wird?
Es kann vorkommen, dass ein Antrag zunächst ganz oder teilweise abgelehnt wird. Sie haben dann aber die Möglichkeit, ein Widerspruchsverfahren einzuleiten beziehungsweise zu klagen. Dabei kann eine Budgetassistenz wie proroba Sie organisatorisch unterstützen. Für die konkrete rechtliche Beratung sind aber entsprechende Fachanwälte zuständig, zu denen wir den Kontakt herstellen können.
Kann ich wiederholt einen Antrag stellen?
Ja, in manchen Fällen ist es gar nicht anders möglich. Etwa wenn der Antrag abgelehnt wurde oder wenn ein Weiterbewilligungs- beziehungsweise Erhöhungsantrag nötig sind.
Kann ich von der Geld- wieder in die Sachleistung wechseln?
Sie können jederzeit aus dem Persönlichen Budget aussteigen, wenn dieser Schritt klar begründet ist und damit wieder in die Sachleistung wechseln. Sie können auch einfach auf eine Weiterbewilligung verzichten und es auslaufen lassen.

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